Vielleicht kennt deine potenzielle Kundin dich bereits von Instagram, hat einen Blogartikel auf deiner Website gelesen und ist für deinen Newsletter angemeldet. Trotzdem fragt sie dich in einer Direktnachricht, wo sie deine Kurse buchen kann, obwohl du diese Information bereits mehrfach veröffentlicht hast. Oder sie entdeckt eine interessante Veranstaltung auf Social Media, findet auf deiner Website aber andere Informationen zu Terminen und Preisen.

Solche Situationen zeigen, warum es beim Marketing nicht nur darum geht, auf mehreren Plattformen sichtbar zu sein. Die einzelnen Kontaktpunkte sollten auch sinnvoll zusammenarbeiten, damit sich Menschen möglichst einfach über dein Business informieren, Vertrauen aufbauen und deine Angebote nutzen können.

Genau darum geht es beim Omnichannel Marketing. Der Ansatz betrachtet nicht nur einzelne Marketingkanäle, sondern das gesamte Erlebnis deiner Kundinnen über verschiedene Plattformen und Situationen hinweg.

Gerade für Yogalehrerinnen, Studios, Coaches und andere Health & Wellbeing Brands kann das interessant sein. Denn viele Menschen entscheiden sich nicht unmittelbar nach dem ersten Kontakt für einen Kurs, eine Ausbildung oder eine Zusammenarbeit. Sie möchten sich zunächst informieren, deine Arbeitsweise kennenlernen und herausfinden, ob dein Angebot zu ihnen passt.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was Omnichannel Marketing bedeutet, wie es sich von Multichannel und Crosschannel Marketing unterscheidet und wie du die Grundidee auch mit einem kleineren Business umsetzen kannst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Omnichannel Marketing? Definition einfach erklärt

Omnichannel Marketing beschreibt einen Ansatz, bei dem die verschiedenen Kommunikations-, Marketing- und Vertriebskanäle eines Unternehmens so miteinander verbunden werden, dass Kundinnen ein möglichst einheitliches und zusammenhängendes Erlebnis haben.

Der Begriff setzt sich aus „Omni“, also „alle“, und dem englischen Wort „Channel“ für Kanal zusammen. Gemeint ist damit allerdings nicht, dass ein Unternehmen zwangsläufig auf jeder verfügbaren Plattform vertreten sein muss. Vielmehr sollen die relevanten Kontaktpunkte aus Sicht der Kundinnen sinnvoll ineinandergreifen.

Dazu gehören beispielsweise die Website, Social Media, Newsletter, Suchmaschinen, Buchungssysteme, persönliche Beratungsgespräche oder Veranstaltungen vor Ort.

Ein einfaches Beispiel: Eine Yogalehrerin veröffentlicht auf Instagram einen Beitrag zu ihrem neuen Yin Yoga Kurs. Eine Interessentin entdeckt den Beitrag und gelangt über einen Link auf die Kursseite der Website. Dort findet sie alle relevanten Informationen, kann sich direkt anmelden und erhält anschließend eine Buchungsbestätigung mit den wichtigsten organisatorischen Details. Kurz vor Kursbeginn bekommt sie eine Erinnerung mit dem Veranstaltungsort und den Informationen, die sie für ihre erste Stunde benötigt.

Die einzelnen Kontaktpunkte sind aufeinander abgestimmt und unterstützen denselben Prozess. Die Kundin muss nicht erst auf unterschiedlichen Plattformen nach Informationen suchen oder dieselben Angaben mehrfach machen.

Genau darin liegt der Kern des Omnichannel Marketings: Nicht die einzelnen Kanäle stehen im Mittelpunkt, sondern das Erlebnis der Menschen, die mit deinem Business in Kontakt kommen.

Omnichannel, Multichannel und Crosschannel Marketing: Was ist der Unterschied?

Wenn du dich mit kanalübergreifendem Marketing beschäftigst, begegnen dir häufig drei Begriffe: Multichannel, Crosschannel und Omnichannel Marketing. Sie beschreiben verwandte Konzepte, unterscheiden sich aber darin, wie stark die einzelnen Kanäle miteinander verbunden sind.

Multichannel Marketing: Mehrere Kanäle nutzen

Beim Multichannel Marketing ist ein Unternehmen über mehrere Kanäle erreichbar oder sichtbar. Eine Yogalehrerin könnte beispielsweise Instagram nutzen, regelmäßig Newsletter verschicken und eine Website betreiben.

Die Kanäle können dabei weitgehend unabhängig voneinander funktionieren. Auf Instagram werden aktuelle Kursangebote vorgestellt, der Newsletter enthält persönliche Einblicke und auf der Website stehen allgemeine Informationen zu den Leistungen.

Das ist zunächst nichts Negatives. Mehrere Marketingkanäle können unterschiedliche Aufgaben übernehmen und damit verschiedene Bedürfnisse der Zielgruppe erfüllen.

Allerdings entsteht nicht automatisch ein zusammenhängendes Kundenerlebnis, nur weil ein Unternehmen auf mehreren Plattformen aktiv ist.

Crosschannel Marketing: Kanäle gezielt miteinander verbinden

Beim Crosschannel Marketing werden einzelne Kanäle bewusst miteinander verknüpft. Dadurch können Nutzerinnen von einem Kontaktpunkt zum nächsten wechseln.

Ein Beispiel wäre eine Instagram Kampagne, die auf eine Landingpage für einen Workshop verweist. Interessentinnen melden sich dort an und erhalten anschließend eine Bestätigung per E-Mail.

Die Kanäle unterstützen einen gemeinsamen Ablauf. Trotzdem müssen nicht alle Kontaktpunkte des Unternehmens vollständig aufeinander abgestimmt sein.

Omnichannel Marketing: Die gesamte Customer Journey betrachten

Omnichannel Marketing geht noch einen Schritt weiter und betrachtet möglichst das gesamte Kundenerlebnis.

Dabei geht es nicht nur darum, dass du von Instagram auf deine Website verlinkst. Vielmehr sollen relevante Informationen, Prozesse und Kommunikationswege so aufeinander abgestimmt sein, dass sich die einzelnen Kontakte für deine Kundinnen sinnvoll ergänzen.

Eine Kundin könnte beispielsweise einen Kurs auf deiner Website buchen, ihre Buchung anschließend über ein Kundenkonto verwalten und bei einer Rückfrage Unterstützung erhalten, ohne dass sie sämtliche Informationen erneut übermitteln muss.

Für größere Unternehmen kann das eine umfangreiche technische Integration verschiedener Systeme bedeuten. Für kleinere Businesses lässt sich die Grundidee auch mit deutlich einfacheren Strukturen umsetzen.

Die Begriffe werden in der Praxis nicht immer einheitlich abgegrenzt. Entscheidend ist deshalb weniger, welche Bezeichnung du für deine Strategie verwendest, sondern wie gut die Kontaktpunkte aus Sicht deiner Kundinnen zusammenarbeiten.

Warum ist Omnichannel Marketing für Health & Wellbeing Brands interessant?

Gerade im Health & Wellbeing Bereich spielt die Beziehung zwischen Anbieterin und Kundin häufig eine wichtige Rolle.

Wenn du Yoga unterrichtest, Coachings anbietest oder eine Ausbildung veranstaltest, möchten potenzielle Kundinnen möglicherweise mehr über deine Arbeitsweise erfahren, bevor sie sich für ein Angebot entscheiden. Dabei nutzen sie unterschiedliche Informationsquellen und wechseln zwischen verschiedenen Kontaktpunkten.

Vielleicht lernen sie dich zunächst bei einer Veranstaltung kennen, folgen dir anschließend auf Instagram und besuchen einige Tage später deine Website. Eine andere Interessentin findet dich direkt über Google und meldet sich nach dem Lesen eines Blogartikels für deinen Newsletter an.

Du kannst nicht vollständig vorhersagen, welchen Weg eine einzelne Person nehmen wird. Du kannst aber dafür sorgen, dass deine Kommunikation verständlich bleibt und die relevanten Informationen an den richtigen Stellen verfügbar sind.

Ein einheitlicher Markenauftritt schafft Orientierung

Wenn Menschen auf unterschiedlichen Plattformen mit deinem Business in Kontakt kommen, sollten sie erkennen können, dass sie sich weiterhin bei derselben Marke befinden.

Dafür sind eine konsistente visuelle Gestaltung, eine verständliche Positionierung und eine wiedererkennbare Sprache hilfreich. Es geht allerdings nicht darum, überall dieselben Inhalte zu veröffentlichen.

Ein Instagram Reel darf persönlicher und spontaner sein als eine ausführliche Angebotsseite. Ein Newsletter kann Gedanken und Erfahrungen aufgreifen, für die auf deiner Website kein Platz wäre.

Entscheidend ist, dass die grundlegenden Aussagen über deine Angebote und deine Arbeitsweise zusammenpassen.

Einfache Prozesse erleichtern Buchungen

Stell dir vor, eine Interessentin möchte einen Yoga Workshop buchen. Sie entdeckt die Veranstaltung auf Instagram, findet über den Link allerdings nur die allgemeine Startseite deiner Website. Dort muss sie erst nach dem Workshop suchen und anschließend eine E-Mail schreiben, um zu erfahren, ob noch Plätze frei sind.

Vielleicht nimmt sie diesen Aufwand auf sich. Vielleicht entscheidet sie sich aber auch dafür, später noch einmal nachzuschauen, und vergisst es anschließend.

Ein klarer Buchungsprozess kann solche unnötigen Hürden reduzieren. Wenn du direkt auf die passende Veranstaltungsseite verlinkst und dort alle relevanten Informationen sowie eine Buchungsmöglichkeit bereitstellst, wird der nächste Schritt deutlich einfacher.

Das ist kein komplizierter technischer Trick, sondern eine bewusste Gestaltung der Customer Journey.

Bestehende Kundinnen besser begleiten

Omnichannel Marketing ist nicht nur für die Gewinnung neuer Kundinnen interessant. Auch nach einer Buchung gibt es unterschiedliche Kontaktpunkte, die sinnvoll miteinander verbunden werden können.

Eine Teilnehmerin könnte beispielsweise nach der Anmeldung automatisch eine Bestätigung erhalten, vor dem Kurs an wichtige organisatorische Informationen erinnert werden und nach der Veranstaltung erfahren, welche weiterführenden Angebote zu ihrem bisherigen Kurs passen.

Dabei solltest du zwischen notwendigen Buchungsinformationen und werblicher Kommunikation unterscheiden. Nicht jede Person, die einen Kurs bucht, hat damit automatisch in den Erhalt eines Marketing-Newsletters eingewilligt.

Ein gut gestalteter Prozess berücksichtigt deshalb sowohl die Bedürfnisse deiner Kundinnen als auch die datenschutzrechtlichen Anforderungen.

Omnichannel Marketing in der Praxis: Drei Beispiele

Damit der Ansatz nicht zu abstrakt bleibt, schauen wir uns drei typische Situationen aus dem Health & Wellbeing Bereich an.

Beispiel 1: Ein Yogastudio mit Präsenzkursen

Ein Yogastudio möchte neue Teilnehmerinnen für seine wöchentlichen Kurse gewinnen. Über Instagram gibt das Studio Einblicke in den Unterricht, stellt die Lehrerinnen vor und informiert über besondere Veranstaltungen.

Die Website enthält einen aktuellen Kursplan mit verständlichen Beschreibungen, Preisen und Buchungsmöglichkeiten. Über das Google Business Profil können Menschen das Studio bei lokalen Suchanfragen entdecken und direkt zur Website gelangen.

Nach einer Buchung erhalten die Teilnehmerinnen die relevanten Informationen zu ihrem Kurs. Änderungen im Kursplan werden so gepflegt, dass keine widersprüchlichen Angaben auf unterschiedlichen Plattformen entstehen.

Das Studio muss dafür nicht zusätzlich einen Podcast, einen Pinterest Account und einen umfangreichen Blog betreiben. Viel wichtiger ist zunächst, dass die vorhandenen Kontaktpunkte gut funktionieren und miteinander verbunden sind.

Beispiel 2: Eine Anbieterin für Yogalehrerausbildungen

Bei einer Yogalehrerausbildung ist die Entscheidung häufig umfangreicher als bei einer einzelnen Yogastunde. Potenzielle Teilnehmerinnen möchten sich über Inhalte, Voraussetzungen, Termine, Kosten und die Qualifikation der Ausbilderinnen informieren.

Hier könnte ein ausführlicher Blogartikel zunächst grundlegende Fragen beantworten. Über Instagram bekommt die Interessentin einen persönlichen Eindruck von den Ausbilderinnen und der Atmosphäre. Auf einer eigenen Ausbildungsseite findet sie anschließend alle Informationen zum konkreten Angebot.

Wenn sie noch nicht bereit ist, sich anzumelden, könnte sie sich für einen Informationsabend registrieren oder nach entsprechender Einwilligung einen Newsletter abonnieren.

Eine Omnichannel Strategie sorgt in diesem Fall dafür, dass die unterschiedlichen Kontaktpunkte aufeinander abgestimmt sind und die Interessentin die für ihre Entscheidung relevanten Informationen leicht findet.

Beispiel 3: Eine Coachin mit digitalen Angeboten

Eine Coachin veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu einem bestimmten Themenbereich und nutzt dafür beispielsweise LinkedIn, Instagram und ihre Website.

Über einen Blogartikel gelangen neue Leserinnen auf ihre Website und entdecken dort ein passendes kostenloses Angebot. Nach der Anmeldung erhalten sie die versprochenen Informationen per E-Mail und können sich anschließend näher mit den Leistungen der Coachin beschäftigen.

Wenn sie sich für ein Beratungsgespräch entscheiden, gelangen sie über einen klaren Link zur Terminbuchung und erhalten danach die relevanten organisatorischen Informationen.

Auch hier geht es nicht darum, dass jeder einzelne Kontaktpunkt technisch vollständig miteinander verbunden sein muss. Entscheidend ist, dass die Kommunikation und die Abläufe für die Interessentin nachvollziehbar bleiben.

In 6 Schritten zur eigenen Omnichannel Marketingstrategie

Wenn du Omnichannel Marketing für dein Business umsetzen möchtest, würde ich zunächst nicht mit der Auswahl neuer Software beginnen. Viel sinnvoller ist es, deine bestehenden Kontaktpunkte und die tatsächlichen Wege deiner Kundinnen zu verstehen.

Verstehe deine Zielgruppe und ihre Customer Journey

Bevor du verschiedene Kanäle miteinander verbindest, solltest du wissen, wie potenzielle Kundinnen auf dein Business aufmerksam werden und welche Informationen sie anschließend benötigen.

Dafür kannst du bestehende Kundinnen befragen, häufig gestellte Fragen sammeln und dir anschauen, über welche Kanäle bisher Anfragen oder Buchungen entstehen.

Interessant ist dabei nicht nur, wo Menschen dich zum ersten Mal entdecken. Du solltest auch herausfinden, welche Fragen vor einer Buchung auftreten und an welchen Stellen Unsicherheiten entstehen.

Wenn beispielsweise viele Interessentinnen nach den Voraussetzungen für einen Kurs fragen, obwohl diese bereits auf deiner Website stehen, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die Informationen schwer zu finden oder nicht verständlich genug formuliert sind.

Erfasse deine bestehenden Kontaktpunkte

Im nächsten Schritt würde ich alle relevanten Kontaktpunkte deines Businesses zusammentragen.

Dazu gehören nicht nur Instagram, Newsletter und Website, sondern gegebenenfalls auch dein Google Business Profil, Buchungsformulare, Bestätigungsmails, persönliche Gespräche und Veranstaltungen.

Anschließend kannst du prüfen, welche Informationen Menschen an diesen Stellen erhalten und ob die einzelnen Kontaktpunkte zusammenpassen.

Vielleicht stellst du fest, dass deine Instagram Bio auf eine veraltete Seite verweist oder dass dein Buchungsformular nicht die Informationen abfragt, die du für die Organisation deiner Kurse benötigst.

Solche kleinen Probleme können den Ablauf für deine Kundinnen unnötig kompliziert machen.

Definiere die Aufgabe jedes Kanals

Nicht jeder Kanal muss dieselbe Funktion erfüllen.

Instagram kann beispielsweise für den persönlichen Austausch und Einblicke in deine Arbeit genutzt werden. Deine Website bietet Raum für ausführliche Informationen zu deinen Leistungen, während ein Newsletter die Verbindung zu bereits interessierten Menschen vertiefen kann.

Google und Suchmaschinenoptimierung helfen dir dabei, bei relevanten Suchanfragen gefunden zu werden. Ein Podcast oder YouTube Kanal kann sinnvoll sein, wenn du deine Perspektive ausführlicher vermitteln möchtest.

Welche Kombination für dein Business geeignet ist, hängt von deiner Zielgruppe und deinen Angeboten ab.

Wenn du grundsätzlich herausfinden möchtest, wie du die passenden Kanäle auswählst, empfehle ich dir ergänzend meinen Beitrag über Omnipräsenz Marketing und strategische Sichtbarkeit.

Verbinde deine Inhalte und Buchungsprozesse

Wenn du die Aufgaben deiner Kanäle festgelegt hast, kannst du ihre Verbindungen verbessern.

Ein Instagram Beitrag über einen Workshop sollte beispielsweise auf die passende Veranstaltungsseite führen. Ein Blogartikel zu einem bestimmten Thema kann auf eine weiterführende Leistung verweisen, während ein Newsletter relevante Inhalte deiner Website aufgreift.

Dabei würde ich nicht nur auf die Links achten, sondern auch auf die Inhalte selbst. Stimmen Termine, Preise und Leistungsbeschreibungen überein? Ist der nächste Schritt für Interessentinnen verständlich? Funktioniert der Buchungsprozess auch auf dem Smartphone?

Gerade für kleinere Businesses können solche Anpassungen bereits einen großen Unterschied in der Nutzerfreundlichkeit machen.

Setze Technik dort ein, wo sie sinnvoll ist

Bei Omnichannel Marketing wird häufig sehr schnell über CRM-Systeme, Automatisierungen und umfangreiche technische Integrationen gesprochen.

Solche Lösungen können hilfreich sein, sind aber nicht für jedes Business in derselben Form notwendig.

Wenn du beispielsweise einen Newsletter verschickst, kannst du ein E-Mail-Marketing-Tool wie Brevo verwenden. Wenn du Termine oder Kurse anbietest, kann ein geeignetes Buchungssystem sinnvoll sein. Für die Analyse deiner Website stehen unter anderem die Google Search Console und datenschutzkonform eingerichtete Webanalyse-Lösungen zur Verfügung.

Entscheidend ist, dass die eingesetzten Systeme deine tatsächlichen Abläufe unterstützen. Ein komplexes CRM bringt dir wenig, wenn du dessen Funktionen nicht benötigst oder die Pflege im Alltag zu aufwendig wird.

Auch beim Umgang mit Kundendaten solltest du sorgfältig vorgehen. Nicht jede technische Verknüpfung ist datenschutzrechtlich zulässig, nur weil sie sich umsetzen lässt. Gerade im Gesundheitsbereich können außerdem besonders sensible personenbezogene Daten betroffen sein.

Überprüfe regelmäßig, wo Probleme entstehen

Eine Omnichannel Strategie sollte sich mit deinem Business weiterentwickeln.

Vielleicht veränderst du dein Kursangebot, führst neue Leistungen ein oder stellst fest, dass deine Kundinnen andere Informationsbedürfnisse haben als noch vor einem Jahr.

Deshalb würde ich regelmäßig überprüfen, wie Menschen deine Website nutzen, woher Buchungen entstehen und welche Fragen häufig gestellt werden.

Dabei geht es nicht darum, jede einzelne Kundin über sämtliche Plattformen hinweg vollständig zu verfolgen. Oft reichen bereits aggregierte Kennzahlen, Buchungsdaten und direkte Rückmeldungen aus, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen.

Welche Tools brauchst du für Omnichannel Marketing?

Eine gute Omnichannel Strategie benötigt nicht zwangsläufig viele unterschiedliche Programme. Gerade bei kleineren Businesses würde ich zunächst die vorhandenen Systeme prüfen und überlegen, welche Aufgaben tatsächlich unterstützt werden müssen.

Website und Content Management

Deine Website ist häufig ein zentraler Kontaktpunkt, weil dort Informationen zu deinen Angeboten, rechtliche Angaben und Buchungsmöglichkeiten zusammenlaufen.

Mit einem Content Management System wie WordPress kannst du beispielsweise Angebotsseiten, Blogartikel und Landingpages verwalten.

Wichtig ist, dass die Website übersichtlich aufgebaut ist und die Besucherinnen die Informationen finden, die sie benötigen.

Newsletter und E-Mail-Marketing

Ein E-Mail-Marketing-Tool kann dir dabei helfen, Newsletter zu verschicken, Anmeldeprozesse zu verwalten und bestimmte Abläufe zu automatisieren.

Brevo ist dafür eine mögliche Lösung. Je nach Anforderungen können auch andere Anbieter infrage kommen.

Ich würde bei der Auswahl unter anderem darauf achten, welche Funktionen du tatsächlich benötigst, wie sich das Tool mit deiner Website verbinden lässt und welche Datenschutzanforderungen für dein Business relevant sind.

Kurs- und Terminbuchung

Wenn du Kurse, Workshops oder andere Angebote verkaufst, ist ein passendes Buchungssystem ein wichtiger Bestandteil deiner Customer Journey.

Für Yoga- und Pilatesanbieterinnen gibt es beispielsweise Zendo, ein Buchungssystem zur Verwaltung und Buchung von Kursen und weiteren Angeboten.

Bei der Auswahl solltest du prüfen, welche Buchungsabläufe du benötigst, wie deine Teilnehmerinnen die Angebote finden und ob sich das System sinnvoll in deine Website und Kommunikation einbinden lässt.

Social Media Planung und Analyse

Wenn du mehrere Social Media Kanäle nutzt, kann ein Planungstool dabei helfen, deine Inhalte zu organisieren.

Dafür kommen beispielsweise Metricool oder Later infrage.

Du benötigst aber nicht zwingend eine zusätzliche Software, wenn du deine Inhalte mit den vorhandenen Funktionen der Plattformen gut planen kannst.

Analyse und Erfolgskontrolle

Mit der Google Search Console kannst du unter anderem nachvollziehen, über welche Suchanfragen deine Website in Google gefunden wird.

Für weiterführende Websiteanalysen kann Google Analytics eingesetzt werden, sofern die Implementierung zu deinen datenschutzrechtlichen Anforderungen passt.

Daneben solltest du auch die Auswertungen deiner Newsletter- und Buchungssysteme berücksichtigen.

Ich würde allerdings nicht versuchen, möglichst viele Kennzahlen zu sammeln. Interessanter ist, welche Informationen du benötigst, um konkrete Entscheidungen für dein Marketing zu treffen.

Häufige Fehler beim Omnichannel Marketing

Ein typischer Fehler besteht darin, Omnichannel Marketing mit einer möglichst großen Anzahl an Plattformen gleichzusetzen.

Wenn du bereits auf Instagram, LinkedIn, Pinterest und YouTube aktiv bist, bedeutet das nicht automatisch, dass deine Kundinnen ein gutes kanalübergreifendes Erlebnis haben. Vielleicht funktionieren die einzelnen Kanäle hervorragend, aber die Informationen auf deiner Website sind veraltet oder dein Buchungsprozess ist unnötig kompliziert.

Ein weiterer Fehler ist, technische Automatisierungen einzuführen, bevor die zugrunde liegenden Prozesse klar definiert sind. Wenn beispielsweise nicht eindeutig festgelegt ist, welche Informationen Teilnehmerinnen nach einer Buchung erhalten sollen, löst eine Automatisierung dieses Problem nicht. Sie führt lediglich einen unklaren Prozess automatisch aus.

Auch die inhaltliche Konsistenz wird häufig unterschätzt. Wenn du auf Instagram andere Leistungen kommunizierst als auf deiner Website oder unterschiedliche Preise auf verschiedenen Seiten stehen, kann das Verwirrung auslösen.

Deshalb würde ich zunächst dafür sorgen, dass die Grundlagen stimmen, bevor du weitere Systeme miteinander verbindest.

Wie hängen Omnichannel Marketing und Omnipräsenz Marketing zusammen?

Omnichannel Marketing und Omnipräsenz Marketing haben einige Gemeinsamkeiten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Beim Omnichannel Marketing steht das möglichst zusammenhängende Kundenerlebnis über verschiedene Kanäle hinweg im Mittelpunkt. Es geht also insbesondere darum, wie Menschen zwischen Kontaktpunkten wechseln und wie die jeweiligen Prozesse ineinandergreifen.

Mit meiner Omnipräsenz Marketingstrategie beschäftige ich mich vor allem mit der Frage, an welchen Kontaktpunkten ein Business überhaupt sichtbar sein sollte und wie sich diese strategisch miteinander verbinden lassen.

Dabei betrachte ich nicht nur die technische Integration, sondern auch die Positionierung, die Contentstrategie und die Rolle der einzelnen Kanäle innerhalb der Customer Journey.

Gerade für kleinere Health & Wellbeing Brands ist diese Unterscheidung hilfreich. Du musst nicht sofort eine umfangreiche Omnichannel Infrastruktur aufbauen, um deine Marketingaktivitäten sinnvoll miteinander zu verbinden.

Vielleicht besteht der erste Schritt darin, deine Website zu überarbeiten, deine Instagram Inhalte gezielter mit deinen Angeboten zu verknüpfen oder einen Newsletter aufzubauen, der interessierte Menschen langfristig begleitet.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, ergibt sich aus deiner individuellen Ausgangssituation.

Fazit: Omnichannel Marketing beginnt bei deinen Kundinnen

Omnichannel Marketing bedeutet nicht, dass du möglichst viele Marketingkanäle gleichzeitig nutzen musst. Entscheidend ist, dass die relevanten Kontaktpunkte deines Businesses so zusammenarbeiten, dass sich deine Kundinnen gut informieren, passende Angebote finden und diese möglichst unkompliziert nutzen können.

Gerade für Yogalehrerinnen, Studios, Coaches und andere Health & Wellbeing Brands kann das einen großen Unterschied machen. Wenn Informationen auf Instagram, deiner Website und innerhalb deiner Buchungsprozesse zusammenpassen, entsteht ein stimmigeres Kundenerlebnis.

Dafür musst du nicht sofort in komplexe Systeme investieren. Häufig lohnt es sich, zunächst die bestehenden Abläufe zu überprüfen und herauszufinden, an welchen Stellen deine Kundinnen noch unnötige Hürden überwinden müssen.

Für mich gehört diese Perspektive auch zu einer guten Omnipräsenz Strategie. Denn langfristige Sichtbarkeit ist besonders wertvoll, wenn die Menschen, die auf dein Business aufmerksam werden, anschließend auch einen nachvollziehbaren Weg zu deinen Angeboten finden.

Entwickle eine Marketingstrategie, die zu deinem Business passt

Du möchtest herausfinden, welche Kanäle für dein Business sinnvoll sind und wie du sie strategisch miteinander verbinden kannst?

Mit meiner kostenlosen Omnipräsenz Roadmap kannst du deine bestehenden Marketingaktivitäten einordnen und überlegen, welche Kontaktpunkte du als Nächstes weiterentwickeln möchtest.

Google

Wenn du deine individuelle Situation lieber direkt mit mir besprechen möchtest, kannst du außerdem ein kostenloses Kennenlerngespräch vereinbaren. Gemeinsam schauen wir uns an, wo du aktuell stehst und welche nächsten Schritte für dein Business sinnvoll sein könnten.

Häufige Fragen zu Omnichannel Marketing

Was ist Omnichannel Marketing einfach erklärt?

Omnichannel Marketing ist eine Strategie, bei der unterschiedliche Marketing-, Kommunikations- und Vertriebskanäle so miteinander verbunden werden, dass Kundinnen ein möglichst einheitliches Erlebnis haben. Dazu können beispielsweise Social Media, Website, Newsletter, Buchungssysteme und persönliche Kontakte gehören.

Was ist der Unterschied zwischen Omnichannel und Multichannel Marketing?

Beim Multichannel Marketing nutzt ein Unternehmen mehrere Kanäle, die auch weitgehend unabhängig voneinander funktionieren können. Beim Omnichannel Marketing liegt der Schwerpunkt stärker darauf, diese Kontaktpunkte zu integrieren und das Kundenerlebnis über verschiedene Kanäle hinweg aufeinander abzustimmen.

Was bedeutet Crosschannel Marketing?

Crosschannel Marketing beschreibt die gezielte Verbindung einzelner Kanäle. Ein Beispiel ist eine Social Media Kampagne, die auf eine Landingpage führt, über die sich Interessentinnen für eine Veranstaltung anmelden können. Beim Omnichannel Marketing wird darüber hinaus das gesamte Zusammenspiel der relevanten Kontaktpunkte betrachtet.

Ist Omnichannel Marketing auch für kleine Unternehmen sinnvoll?

Ja. Auch kleinere Businesses können davon profitieren, ihre Kommunikation und Buchungsprozesse besser aufeinander abzustimmen. Dafür ist nicht zwingend ein umfangreiches CRM-System erforderlich. Häufig ist es sinnvoller, zunächst die vorhandenen Kanäle und Abläufe zu verbessern.

Welche Kanäle gehören zu einer Omnichannel Strategie?

Das hängt vom jeweiligen Business ab. Mögliche Kontaktpunkte sind Social Media, Website, Google, Newsletter, Buchungssysteme, persönliche Beratung und Veranstaltungen vor Ort. Entscheidend ist, welche Kanäle deine Zielgruppe tatsächlich nutzt und welche Aufgaben sie innerhalb der Customer Journey übernehmen.

Brauche ich ein CRM-System für Omnichannel Marketing?

Nicht zwingend. Ein CRM-System kann hilfreich sein, wenn du viele Kontakte, Anfragen und Kundenbeziehungen verwalten möchtest. Für kleinere Businesses können aber auch eine gut strukturierte Website, ein geeignetes Buchungssystem und ein E-Mail-Marketing-Tool ausreichen. Welche technische Lösung sinnvoll ist, hängt von deinen Prozessen und Anforderungen ab.

Was ist ein Beispiel für Omnichannel Marketing im Yoga Business?

Eine Interessentin entdeckt einen Yogakurs auf Instagram, gelangt direkt zur passenden Kursseite und kann sich dort anmelden. Anschließend erhält sie eine Buchungsbestätigung und die relevanten Informationen zu ihrer Teilnahme. Die einzelnen Kontaktpunkte sind aufeinander abgestimmt und unterstützen einen zusammenhängenden Buchungsprozess.

Wie starte ich mit Omnichannel Marketing?

Beginne damit, deine bestehenden Kontaktpunkte und die Wege deiner Kundinnen zu analysieren. Prüfe anschließend, ob wichtige Informationen übereinstimmen und wo unnötige Hürden entstehen. Danach kannst du die relevanten Kanäle gezielt miteinander verbinden und bei Bedarf passende technische Lösungen ergänzen.