Sponsored Pins auf Pinterest können für Content Creator und Blogger eine spannende zusätzliche Einnahmequelle sein. Während Kooperationen häufig vor allem für Instagram, TikTok oder YouTube geplant werden, wird Pinterest bei der Vermarktung von Markenkooperationen noch immer vergleichsweise selten berücksichtigt.
Dabei unterscheidet sich Pinterest grundlegend von klassischen Social Media Plattformen.
Ein Instagram Reel wird häufig vor allem unmittelbar nach seiner Veröffentlichung ausgespielt. Pinterest funktioniert dagegen stärker wie eine visuelle Suchmaschine. Nutzerinnen suchen aktiv nach Ideen, Inspiration, Produkten und Lösungen. Ein guter Pin kann deshalb noch deutlich später über die Pinterest Suche oder Empfehlungen entdeckt werden.
Genau das macht Pinterest für Markenkooperationen interessant.
Statt einer Kooperation nur einen weiteren Instagram Post hinzuzufügen, kannst du als Creator Pinterest strategisch in deine Kooperationen integrieren und Inhalte entwickeln, die zur Marke passen, deiner Zielgruppe einen Mehrwert bieten und gleichzeitig langfristig auffindbar bleiben.
Wie das funktioniert, was Pinterest heute unter einer bezahlten Partnerschaft versteht und worauf du bei Sponsored Pins achten solltest, zeige ich dir in diesem Artikel.
Was sind Sponsored Pins auf Pinterest?
Zunächst sollten wir zwei Dinge voneinander unterscheiden.
Auf Pinterest gibt es einerseits klassische Pinterest Ads, die Unternehmen über Pinterest schalten können.
Andererseits gibt es Inhalte von Content Creatorn, die im Rahmen einer Kooperation mit einer Marke entstehen.
Genau um diese zweite Variante geht es in diesem Artikel.
Pinterest selbst spricht bei einer entsprechenden Zusammenarbeit von einer bezahlten Partnerschaft. Dabei erstellt ein Creator Inhalte gemeinsam mit beziehungsweise für eine Marke, zu der eine geschäftliche Verbindung besteht.
Das kann beispielsweise so aussehen:
Du betreibst einen Foodblog und entwickelst gemeinsam mit einer Lebensmittelmarke ein Rezept.
Du veröffentlichst:
- einen ausführlichen Blogartikel
- professionelle Rezeptbilder
- ein Instagram Reel
- einen Newsletter
- mehrere Pinterest Pins
Die Pinterest Pins werden damit zu einem zusätzlichen Bestandteil der Kooperation.
Das Produkt kann auf dem Pin sichtbar sein. Es kann aber auch stärker in den dazugehörigen Content eingebettet werden.
Entscheidend ist, dass der Inhalt weiterhin zu dem passt, wonach Menschen auf Pinterest tatsächlich suchen.
Denn ein Sponsored Pin sollte nicht einfach wie eine klassische Werbeanzeige aussehen.
Er sollte zunächst eines sein:
relevanter Content.
Warum Sponsored Pins auf Pinterest für Creator interessant sind
Pinterest wird im Creator Marketing häufig anders eingesetzt als Instagram oder TikTok.
Auf Instagram steht oft die unmittelbare Aufmerksamkeit im Mittelpunkt.
Ein Unternehmen kauft beispielsweise:
- ein Reel
- drei Story Sequenzen
- einen Feed Beitrag
Der Content wird veröffentlicht, erhält Reichweite und verschwindet anschließend zunehmend aus der Aufmerksamkeit.
Pinterest funktioniert anders.
Pins können über Suchanfragen, ähnliche Inhalte, Boards und Empfehlungen immer wieder entdeckt werden.
Das verändert auch die Argumentation gegenüber Kooperationspartnern.
Du verkaufst nicht nur:
„Ich poste eure Marke vor meiner Community.“
Du kannst zusätzlich argumentieren:
„Wir erstellen Content rund um ein Thema, nach dem eure potenziellen Kundinnen aktiv suchen.“
Das ist ein anderer Marketingansatz.
Pinterest ist besonders interessant für suchbare Inhalte
Stell dir vor, du arbeitest mit einer Marke für Yogamatten zusammen.
Du könntest natürlich einen Pin erstellen mit:
„Meine neue Yogamatte von Marke XY“
Aber wie viele Menschen suchen danach?
Wahrscheinlich vor allem diejenigen, die die Marke bereits kennen.
Interessanter wären Themen wie:
„7 Yoga Übungen gegen einen verspannten Rücken“
„Yoga für Anfänger: Das brauchst du wirklich“
„Yogamatte kaufen: Darauf solltest du achten“
„Meine Yoga Morgenroutine für mehr Beweglichkeit“
Das Produkt wird in einen Inhalt eingebettet, der unabhängig von der Kooperation einen Mehrwert bietet.
Genau darin liegt eine Stärke von Pinterest Kooperationen.
Sponsored Pins funktionieren nicht wie klassische Influencer Werbung
Einer der größten Fehler besteht darin, einen Instagram Beitrag einfach auf Pinterest zu kopieren.
Pinterest Nutzerinnen verhalten sich anders.
Sie öffnen die Plattform häufig mit einer konkreten Intention.
Sie suchen beispielsweise nach:
- Rezepten
- Yoga Übungen
- Einrichtungsideen
- Reisezielen
- Routinen
- Hochzeit Inspiration
- DIY Ideen
- Mode
- Beauty Tipps
- Business Wissen
- Gesundheitsthemen
Deine Kooperation sollte deshalb möglichst an diese Suchintention anschließen.
Die entscheidende Frage lautet nicht:
Wie können wir das Produkt auf Pinterest zeigen?
Sondern:
Welchen hilfreichen Inhalt können wir rund um das Produkt entwickeln?
Das Produkt wird anschließend sinnvoll integriert.
Beispiel: So kann eine Pinterest Kooperation aussehen
Nehmen wir eine fiktive Kooperation zwischen einer Food Creatorin und einem Hersteller für pflanzlichen Joghurt.
Die klassische Umsetzung wäre:
Ein schönes Foto des Joghurts.
Logo darauf.
Link zur Website.
Fertig.
Für Pinterest würde ich anders denken.
Der Ausgangspunkt könnte beispielsweise ein Blogartikel sein:
„5 schnelle proteinreiche Frühstücksideen ohne Fleisch“
Darin wird der Joghurt in zwei Rezepten verwendet.
Jetzt können mehrere Pins entstehen:
Pin 1
5 proteinreiche Frühstücksideen
Darunter ein hochwertiges Foto eines Frühstücks mit dem Produkt.
Pin 2
Schnelles Frühstück mit Joghurt, Beeren und Granola
Hier steht das konkrete Rezept im Mittelpunkt.
Pin 3
Meal Prep Frühstück für 3 Tage
Wieder eine andere Suchintention.
Pin 4
Proteinreich frühstücken: 5 einfache Rezepte
Gleicher Blogartikel, neuer Einstieg.
Alle Pins können auf den gleichen ausführlichen Content führen.
Damit wird aus einer Kooperation nicht nur ein einzelner Werbepost.
Es entsteht ein kleines Content System.
Sponsored Pins auf Pinterest erstellen: So gehst du vor
Wenn du Pinterest in deine Kooperationen integrieren möchtest, würde ich nicht mit dem Design anfangen.
Die Strategie kommt zuerst.
Schritt 1: Das richtige Thema für deinen Sponsored Pin finden
Bevor du einen Pin erstellst, solltest du recherchieren, welche Themen für deine Zielgruppe überhaupt relevant sind.
Pinterest bietet dafür unter anderem ein eigenes Trends Tool, mit dem du Trends und relevante Suchbegriffe untersuchen kannst. Pinterest empfiehlt Creatorn selbst, Trends und Keywords zu analysieren, um relevante Inhalte zu entwickeln.
Du kannst außerdem direkt mit der Pinterest Suche arbeiten.
Gib dein Kernthema ein und beobachte:
- Welche Suchvorschläge erscheinen?
- Welche verwandten Themen gibt es?
- Welche Pins werden angezeigt?
- Welche Probleme werden angesprochen?
- Welche Formulierungen werden verwendet?
Angenommen, du arbeitest mit einer nachhaltigen Modemarke zusammen.
Dann sollte dein Ausgangspunkt nicht zwangsläufig der Markenname sein.
Interessanter könnten Suchthemen sein wie:
- Capsule Wardrobe
- nachhaltige Mode
- Outfit Ideen Herbst
- Business Casual Outfit
- Sommer Outfit
- minimalistischer Kleiderschrank
Jetzt kannst du überlegen, wo sich das Produkt sinnvoll integrieren lässt.
Schritt 2: Einen echten Mehrwert schaffen
Ein Sponsored Pin sollte nicht nur Werbung transportieren.
Er braucht einen Grund, warum jemand ihn:
- anklickt
- speichert
- genauer betrachtet
Das kann beispielsweise sein:
Inspiration
„5 Outfits mit einer weißen Leinenhose“
Wissen
„Woran du hochwertige Yogakleidung erkennst“
Anleitung
„So baust du eine Capsule Wardrobe auf“
Rezept
„Protein Pancakes mit nur 5 Zutaten“
Checkliste
„Das brauchst du für dein erstes Yoga Retreat“
Das Produkt ist Bestandteil dieses Inhalts.
Nicht der gesamte Inhalt.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Schritt 3: Das Produkt natürlich integrieren
Natürlich soll die Marke innerhalb einer bezahlten Kooperation sichtbar sein.
Aber sichtbar bedeutet nicht zwangsläufig:
riesiges Logo + Produkt + „JETZT KAUFEN“.
Pinterest funktioniert stark über Inspiration.
Das Produkt sollte deshalb möglichst natürlich in die Bildwelt integriert werden.
Bei einem Rezept kann die Verpackung beispielsweise neben den Zutaten stehen.
Bei einem Fashion Pin wird das Kleidungsstück getragen.
Bei einer Yogamarke ist die Matte Bestandteil einer Übung oder Routine.
Bei einer Travel Kooperation wird das Hotel Teil eines Reise Guides.
Der Sponsored Pin sollte auch ohne Werbebotschaft visuell und inhaltlich funktionieren.
Schritt 4: Mehrere Pin Varianten erstellen
Ich würde einer Marke nicht unbedingt nur einen einzelnen Pinterest Pin anbieten.
Interessanter ist häufig ein Paket.
Beispielsweise:
1 Blogartikel + 5 Pinterest Pins
Warum?
Weil du dadurch unterschiedliche Einstiege testen kannst.
Ein Blogartikel über eine Morgenroutine könnte beispielsweise mit folgenden Pin Titeln beworben werden:
- Meine 20 Minuten Morgenroutine
- 5 Dinge, die ich morgens nicht mehr mache
- Morgenroutine für weniger Stress
- So starte ich entspannter in meinen Arbeitstag
- 7 Ideen für eine achtsame Morgenroutine
Das Ziel dahinter ist ähnlich.
Der Einstieg unterscheidet sich.
So kannst du herausfinden, welche Suchintention und welche Gestaltung besonders gut funktionieren.
Schritt 5: Sponsored Pins richtig kennzeichnen
Dieser Punkt ist bei älteren Blogartikeln zu Pinterest Kooperationen häufig nicht mehr aktuell.
Pinterest bietet mittlerweile ein eigenes Tool für bezahlte Partnerschaften.
Als Creator kannst du beim Erstellen eines Pins das Label für eine bezahlte Partnerschaft hinzufügen und einen Markenpartner markieren. Nach Veröffentlichung erscheint zunächst das Label. Die Marke kann die Markierung anschließend genehmigen, sodass auch ihr Name angezeigt wird.
Pinterest weist außerdem darauf hin, dass bezahlte Partnerschaften ihren kommerziellen Charakter offenlegen und geltende Werberegelungen einhalten müssen.
Die Kooperation einfach möglichst unauffällig zu verstecken, ist deshalb keine gute Strategie.
Transparenz gehört zu professionellem Creator Marketing.
Wichtig ist außerdem:
Das Pinterest Tool ersetzt nicht automatisch alle gesetzlichen Kennzeichnungspflichten, die für dich und deine Kooperation gelten können.
Bei bezahlten Kooperationen solltest du deshalb immer prüfen, welche Kennzeichnung für deinen konkreten Fall erforderlich ist.
Schritt 6: Den Kooperationspartner von Pinterest überzeugen
Vielleicht kommt dir das bekannt vor:
Du schlägst Pinterest vor.
Die Marke antwortet:
„Wir möchten lieber noch eine Instagram Story.“
Das liegt häufig nicht daran, dass Pinterest für die Kooperation ungeeignet wäre.
Die Marke kennt den Kanal möglicherweise schlicht nicht gut genug.
Dann musst du erklären, welchen strategischen Mehrwert Pinterest liefert.
Und dafür würde ich mit deinen eigenen Daten arbeiten.
Wenn du ein Pinterest Unternehmenskonto verwendest, kannst du Pinterest Analytics nutzen, um die Performance deiner Pins zu analysieren.
Relevante Daten können beispielsweise sein:
- Impressionen
- ausgehende Klicks
- Saves
- Pin Klicks
- Top Pins
- Entwicklung deiner Reichweite
- Website Traffic über Pinterest
Wenn du bereits gute Ergebnisse erzielst, gehören diese Zahlen in dein Media Kit.
Nicht irgendeine pauschale Aussage wie:
„Pinterest funktioniert viel besser als Instagram.“
Sondern:
„Pinterest hat meiner Website in den vergangenen sechs Monaten X Besucherinnen gebracht.“
oder:
„Meine Inhalte erzielen durchschnittlich X monatliche Impressionen auf Pinterest.“
Eigene Daten überzeugen deutlich mehr als allgemeine Plattformstatistiken.
Schritt 7: Pinterest direkt in deine Kooperationspakete integrieren
Wenn Pinterest für dich funktioniert, würde ich den Kanal nicht jedes Mal spontan als Zusatzleistung anbieten.
Mach ihn zu einem festen Bestandteil deines Angebots.
Zum Beispiel:
Paket 1: Social Media Kooperation
- 1 Instagram Reel
- 3 Story Sequenzen
Paket 2: Content Kooperation
- 1 Blogartikel
- 3 Pinterest Pins
- Newsletter Integration
Paket 3: Omnipräsenz Kooperation
- 1 Blogartikel
- 1 Instagram Reel
- 3 Story Sequenzen
- 5 Pinterest Pins
- Newsletter Integration
Damit verkaufst du nicht einfach einzelne Posts.
Du entwickelst eine kanalübergreifende Kampagne.
Und genau das kann für Marken deutlich interessanter sein.
Was kostet ein Sponsored Pin auf Pinterest?
Hier würde ich bewusst keinen pauschalen Preis nennen.
Ein alter Richtwert wie „150 bis 200 Euro für mehrere Pins“ ist heute wenig hilfreich.
Der Wert deiner Leistung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- deiner Pinterest Reichweite
- deinem Website Traffic
- deiner Nische
- deiner Zielgruppe
- deinen bisherigen Ergebnissen
- Umfang der Content Produktion
- Anzahl der Pin Varianten
- Nutzungsrechten
- Exklusivität
- Laufzeit der Kooperation
- zusätzlicher Veröffentlichung auf deinem Blog
- zusätzlichem Foto oder Videomaterial
Außerdem solltest du unterscheiden zwischen:
Content Erstellung
und
Distribution über deine eigene Reichweite.
Wenn du fünf hochwertige Pin Designs inklusive Fotoshooting entwickelst, entsteht bereits eine kreative Leistung.
Wenn du diese zusätzlich über einen etablierten Pinterest Account veröffentlichst, kommt deine Reichweite hinzu.
Und wenn die Marke das Material anschließend selbst für Werbung oder andere Marketingkanäle nutzen möchte, sind entsprechende Nutzungsrechte ein weiterer Bestandteil der Kalkulation.
Verkaufe nicht den Pin, sondern das Marketingpotenzial
Genau hier würde ich als Content Creator umdenken.
Eine Marke kauft nicht einfach:
„eine Grafik für Pinterest“.
Sie kauft im Idealfall:
- Content
- Zugang zu einer Zielgruppe
- Suchmaschinen Sichtbarkeit
- Traffic
- kreative Konzeption
- authentische Produktintegration
- möglicherweise Nutzungsrechte
- langfristig auffindbare Inhalte
Das ist eine ganz andere Argumentationsgrundlage.
Gerade wenn du zusätzlich einen Blog betreibst, kannst du Pinterest sehr gut als Verbindung zwischen Kooperation und langfristigem Content einsetzen.
Blog und Sponsored Pins strategisch kombinieren
Für Blogger finde ich diese Variante besonders interessant.
Statt den Sponsored Pin direkt auf eine Produktseite zu schicken, kannst du einen ausführlichen, hilfreichen Blogartikel rund um das Thema entwickeln.
Pinterest führt anschließend auf diesen Artikel.
Dort kann die Leserin:
- mehr über das Thema erfahren
- deine persönliche Erfahrung lesen
- das Produkt im Kontext sehen
- weitere Inhalte entdecken
- deinen Newsletter abonnieren
- über einen entsprechenden Link zur Marke gelangen
Du nutzt Pinterest damit nicht nur für die Kooperation.
Du baust gleichzeitig deinen eigenen Traffic und deine Marke weiter aus.
Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Content, der ausschließlich auf einer fremden Plattform stattfindet.
Sponsored Pins als Teil deiner Omnipräsenz Strategie
Ich würde Pinterest Kooperationen deshalb nie isoliert betrachten.
Nehmen wir an, du arbeitest als Yoga Content Creator mit einer Marke für Yogabekleidung zusammen.
Aus der Kooperation entsteht ein Blogartikel:
„Was ziehe ich zum Yoga an? Mein Guide für unterschiedliche Yogastile“
Daraus entstehen:
5 verschiedene Pins zum Blogartikel.
Ein Reel mit verschiedenen Outfits.
Storys
Einblicke und persönliche Erfahrungen mit den Produkten.
Newsletter
Ein Guide zur richtigen Kleidung für verschiedene Yogastile.
Der Blogartikel kann langfristig über entsprechende Suchanfragen gefunden werden.
Damit hat die Marke nicht nur für einen einzelnen Kontaktpunkt bezahlt.
Sie wird innerhalb einer vollständigen Content Journey sichtbar.
Das ist für mich die wesentlich spannendere Form von Creator Marketing.
Können Marken Sponsored Pins zusätzlich bewerben?
Pinterest bietet Möglichkeiten, Creator Inhalte im Rahmen bezahlter Partnerschaften mit Marken zu verbinden.
Creator können eine Marke in einem entsprechenden Pin als Partner markieren. Pinterest beschreibt außerdem Werbemöglichkeiten, bei denen der Markenpartner geeignete Creator Inhalte anschließend als Anzeige verwenden kann. Welche Anzeigenformate und Funktionen verfügbar sind, kann allerdings vom jeweiligen Markt und Account abhängen.
Wichtig:
Als Creator solltest du deshalb vor einer Kooperation genau festhalten, welche Nutzungs und Werberechte die Marke erhält.
Denn:
„Du darfst meinen Pin auf Pinterest teilen“
ist etwas anderes als:
„Du darfst meinen Content für bezahlte Werbekampagnen einsetzen.“
Diese Rechte solltest du bei der Preisgestaltung berücksichtigen.
Die häufigsten Fehler bei Sponsored Pins auf Pinterest
Der Pin sieht ausschließlich nach Werbung aus
Produkt riesig im Mittelpunkt, Logo daneben, Kaufaufforderung darunter.
Das kann funktionieren, nutzt aber das eigentliche Potenzial von Pinterest kaum aus.
Entwickle lieber einen Inhalt, den deine Zielgruppe auch ohne Kooperation interessant finden würde.
Du übernimmst Instagram Content eins zu eins
Ein Instagram Reel ist nicht automatisch ein guter Pinterest Inhalt. Berücksichtige die Suchintention auf Pinterest.
Du erstellst nur einen Pin
Mit mehreren Varianten kannst du unterschiedliche Einstiege, Designs und Keywords testen.
Du vergisst Pinterest SEO
Titel und Beschreibung sollten klar vermitteln, worum es geht. Pinterest ist kein Ort für kryptische Überschriften, wenn du über Suchanfragen gefunden werden möchtest.
Du kennzeichnest die Kooperation nicht korrekt
Bei bezahlten Partnerschaften solltest du die Pinterest Funktionen und die für dich geltenden gesetzlichen Vorgaben berücksichtigen.
Du kannst dem Kunden keine Ergebnisse zeigen
Baue Reporting direkt in deine Kooperation ein. Zeige nicht nur Impressionen. Je nach Kampagnenziel können Klicks, Saves, Website Traffic oder Conversions deutlich interessanter sein.
Pinterest Kooperationen eignen sich nicht für jede Marke
Nicht jede Kooperation braucht Pinterest. Besonders interessant ist der Kanal, wenn das Produkt in einen visuellen oder informativen Suchkontext eingebettet werden kann. Dazu gehören beispielsweise Bereiche wie:
- Food
- Interior
- DIY
- Yoga
- Fitness
- Wellbeing
- Beauty
- Fashion
- Reisen
- Hochzeiten
- Persönlichkeitsentwicklung
- Business
- Coaching
- digitale Produkte
Schwieriger wird es, wenn es kaum relevante Suchintentionen rund um das Produkt gibt.
Auch hier gilt deshalb: Nicht der Kanal kommt zuerst. Die Strategie kommt zuerst.
Lesetipps rund um Pinterest Marketing
Wenn du Pinterest strategischer einsetzen möchtest, lies anschließend:
Pinterest Follower aufbauen: 9 Strategien für mehr Reichweite
Pinterest Pins mit Canva vorplanen: So funktioniert es
Auch mein Beitrag zum Thema mit Pinterest Geld verdienen ist interessant, wenn du Pinterest nicht nur für Reichweite, sondern gezielt für die Monetarisierung deines Contents einsetzen möchtest.
Fazit: Die Sponsored Pins können deine Creator Kooperationen langfristiger machen
Sponsored Pins auf Pinterest sind vor allem dann interessant, wenn du nicht nur kurzfristige Reichweite verkaufen möchtest. Pinterest ermöglicht dir, Marken in hilfreiche und suchbare Inhalte einzubetten.
Statt: „Hier ist Produkt XY.“ entsteht beispielsweise: „Hier sind fünf Lösungen für ein Problem, das meine Zielgruppe tatsächlich beschäftigt und Produkt XY ist sinnvoller Bestandteil davon.“ Genau darin liegt für mich das Potenzial.
Besonders stark wird die Strategie, wenn du Pinterest mit deinem Blog, Social Media und Newsletter verbindest. Dann entsteht aus einer Kooperation nicht nur ein Post.
Es entsteht ein Content System, das die Marke an mehreren relevanten Kontaktpunkten sichtbar macht. Und genau das kannst du als Content Creator auch entsprechend verkaufen.
Dein nächster Schritt
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Häufige Fragen zu Sponsored Pins auf Pinterest
Was sind Sponsored Pins auf Pinterest?
Im Creator Kontext sind damit häufig Pins gemeint, die im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit einer Marke entstehen. Pinterest selbst bietet für Creator ein Tool für bezahlte Partnerschaften, über das eine Marke im Pin markiert werden kann.
Kann ich als Content Creator mit Pinterest Geld verdienen?
Ja. Eine Möglichkeit sind direkte Kooperationen mit Unternehmen. Pinterest nennt Markenpartnerschaften und Affiliate Links selbst als Möglichkeiten für Creator. Die konkreten Konditionen einer bezahlten Markenkooperation vereinbaren Creator und Marke außerhalb von Pinterest.
Muss ich einen Sponsored Pin kennzeichnen?
Kommerzielle Inhalte und bezahlte Partnerschaften müssen transparent behandelt werden. Pinterest bietet dafür unter anderem das Label für bezahlte Partnerschaften an. Zusätzlich musst du die für dich geltenden rechtlichen Anforderungen berücksichtigen.
