Pinterest und Instagram: Der große Online Marketing Vergleich

Ich höre ganz oft „Ich habe doch schon Instagram, warum muss ich dann noch Pinterest nutzen?“ Ich möchte dir in diesem Beitrag teilen, warum du Pinterest unbedingt nutzen solltest.

Zu aller erst sollte der größte Unterschied klar gestellt werden. Pinterest und Instagram kann man mittlerweile immer besser miteinander vergleichen. Allerdings sind es immer noch zwei verschiedene Plattformen.

Ich habe zu diesem Thema auch eine Podcast Folge hochgeladen:

Meinen  Podcast kannst du auch über Spotify, iTunes oder als Android-Nutzer anhören und abonnieren. Klicke einfach hier:

Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine. Es geht darum sich interessante Inhalte zu merken – wie der Begriff “Pinterest” schon verrät: “pin” (engl. anheften) + “interest” (engl. Interesse) = Interessantes anheften. Hier erkläre ich dir nochmal, was Pinterest ist! Pinterest folgt einem ähnlichen Prinzip wie Google oder YouTube. Um die Inhalte gut zu platzieren sind vor allem Keywords bzw. SEO wichtig.

Auf einer Social Media Plattform geht es um den sozialen Aspekt, wie der Name schon verrät. Instagram ist eine Social Media Plattform. Die Beziehung zwischen Menschen spielt eine wichtige Rolle. Inhalte werden deshalb vom Algorithmus auf Basis von Interaktionen ausgespielt.

Ich zeige dir nun aber nochmal genauer den Vergleich von Pinterest und Instagram! Gebe dir dann am Ende noch ein Feedback, welche Plattform du nutzen solltest. Oder ob du vielleicht sogar beide Plattformen nutzen solltest.

Starten wir mit der direkten Gegenüberstellung von Pinterest und Instagram. Natürlich habe ich auch diese beiden Accounts. Schaue doch auch gerne bei meinem Pinterest und Instagram vorbei!

Vergleich Pinterest und Instagram

1. Pinterest Follower vs. Instagram Follower

Wir starten mit den Followern auf den beiden Plattform.

Bei Instagram haben Follower eine sehr große Bedeutung. Die Follower sind eben deine Community, die ich bereits oben angesprochen habe.

Auf Pinterest folgen deine Follower dir, weil sie dich als Person gut finden. Durch persönliche Einblicke machst du dich nahbar und gibst deinem Unternehmen oder Blog ein Gesicht. Das ist super, um Vertrauen aufzubauen. Deine Follower sehen deine Postings sowie deine Storys und interagieren hierüber mit dir. Diese Interaktion ist wiederum für den Algorithmus ziemlich wichtig.

Follower bei Pinterest sind bei weitem nicht so wichtig. Sie werden zwar auch ziemlich prominent in deinem Pinterest Account angezeigt, aber da hört die Gemeinsamkeit zu Instagram auch schon auf. Deine Pins werden nämlich nicht vorrangig deinen Followern angezeigt, obwohl Pinterest diese Funktion mit dem Folge-Feed anbietet. 

Die Follower werden auf Pinterest immer wichtiger, denn Pinterest möchte mittlerweile auch die Nutzer auf der Plattform halten. Beispielsweise durch die Idea Pins.

Auch die Interaktion mit deinen Followern hält sich sehr in Grenzen: Es gibt zwar die Funktion Nachrichten wie auch Kommentare, aber diese werden im Vergleich zu Instagram kaum genutzt und haben auch nicht die Relevanz wie sie es bei den Social Media Kanälen haben.

Pinterest-Nutzer sind auf der Suche nach Ideen, die ihr aktuelles Problem lösen. Wer genau diese Lösung bietet, ist zweitrangig. Das sieht man auch daran, dass fast alle Suchen ohne Markenbezug sind.

2. Pinterest Formate und Instagram Formate

Die Lebenszeit eines Pins kann locker mehrere Monate bis Jahre sein. Es geht darum Content zu kreieren, der den Nutzern immer wieder (und damit langfristig) hilft.

Auf Instagram passiert alles in Echtzeit: Likes, Kommentare & Co. passieren meist in den ersten Minuten nach dem Posten. Die Lebenszeit beschränkt sich oft auf wenige Stunden.

Eine starke Gemeinsamkeit sind die Bilder auf den beiden Plattformen. Du nutzt Fotos, Grafiken, Designs, um deine Reichweite zu stärken. Sie sind natürlich nicht alleine dafür verantwortlich, nehmen aber einen hohen Stellenwert ein. 

Unterschiede finden wir allerdings in den Formatgrößen. Bei Instagram ist das optimale Format quadratisch mit 1080 x 1080 px. Mittlerweile kannst du auch Landscape (1080 x 560 px) und Portrait (1080 x1350 px) als weitere mögliche Postgrößen nutzen. Wenn sich jemand deinen Feed anschaut, werden diese Posts allerdings auch als quadratischer Thumbnail angezeigt.

Die Pinterest-Pins sind optimal im 2:3 Hoch-Format – idealerweise 1000 x 1500 px. Es ist zwar auch möglich andere Größen hochzuladen, wie quadratische Instagram Posts oder horizontale YouTube-Cover. Allerdings werden diese nicht so optimal ausgespielt wie die hochformatigen Pins

Du solltest mit deinen Pinterest Pins zum klicken anregen. Du kannst hinter jeden Pin eine Ziel URL setzen. Dies ist bei Instagram nicht möglich. Dort kannst du das nur in deiner Story oder deiner Biografie!

Übersicht Pin- und Posting-Formate

Statisch: Der Standard, sowohl bei Instagram als auch bei Pinterest. Ein einzelnes Foto bzw. eine einzelne Grafik.

Karussell: Dieses Format ist auch sowohl bei Instagram als auch bei Pinterest möglich.

Einziger Unterschied: Bei Instagram kannst du insgesamt 10 Slides nutzen, bei Pinterest sind es maximal 5

Video: Auch dieses Format gibt es auf beiden Plattformen. Im Instagram Feed sollten deine Videos mindestens 3 Sek und maximal 60 Sek sein. Video-Pins können hingegen zwischen 4 Sek und 15 Min lang sein. 

Story: Mittlerweile sind die Storys bei Instagram nicht mehr wegzudenken. Sie bieten eine tolle Möglichkeit einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und eine tiefere Bindung zu deinen Followern zu bekommen. Storys sind nach dem Upload 24 Stunden verfügbar. Auch bei Pinterest gibt es die sogenannten Idea Pins.

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3. Pinterest Kurzbeschreibung vs. Instagram Bio

Auf beiden Plattformen hast du ein Namensfeld, welches du mit deinen Keywords optimieren solltest.

Auf Instagram ist es insofern wichtig, da die Profilbeschreibung nicht durchsuchbar ist. Das heißt, wenn du z. B. nach „Pinterest“ suchst, werden dir nur solche Profile angezeigt, in denen Pinterest im Username oder im Name steht.

Die Bio ist auf Instagram eine wichtige Stelle, denn dort kannst du direkt deutlich sagen, wer du bist und was du machst. Außerdem ist es eine der wenigen Stellen auf Instagram, wo du einen Link unterbringen kannst. Insgesamt stehen dir auf Instagram 150 Zeichen für deine Bio zur Verfügung.

Bei Pinterest sollte natürlich auch in der Kurzbeschreibung klar werden, um was es bei dir geht. Aber in die  Kurzbeschreibung gehören auch unbedingt für dich relevante Keywords. Pinterest ist ja eine Suchmaschine und dadurch ist es umso wichtiger, an allen möglichen Stellen Keywords unterzubringen. Du kannst dort 160 Zeichen nutzen. Hier solltest du keine Emojis nutzen, da diese deinem SEO nichts nutzen. 

Einen klickbaren Link kannst du nur in der Instagram Bio unterbringen. Bei Pinterest hingegen werden sowohl dein Impressum, als auch deine (verifizierte) Website gesondert angezeigt. Aber du kannst trotzdem einen Link in deine Kurzinfo packen, z. B. zu deinem Freebie oder zur Online-Kurs-Anmeldung. Es gibt nämlich auch immer mal Nutzer*innen, die sich einen Link dort rauskopieren.

4. Hashtags auf Pinterest vs. Hashtags auf Instagram

Auf Instagram sind die Hashtags deine Keywords. Hashtags haben dort eine beschreibende Funktion, zum anderen haben Instagramer auch die Möglichkeit bestimmten Hashtags zu folgen.

Bei Pinterest nutzt man Hashtags kaum. Wenn du sie nutzt, sollten es höchstens 3 sein und diese am Ende des Textes.

Hashtags sind zwar immer noch klickbar, aber sie lösen genauso eine Suche aus, wie wenn du das Wort in die Suchleiste eingibst. Du kannst also nun getrost auf die Hashtags verzichten. Bringe dafür lieber noch ein paar wichtige Keywords unter.

5. Pinterest Pinbeschreibung vs. Instagram Caption

Neben der Grafik bzw. Bild gehört zu einem Instagram Post auch die Caption. Zum Teil sind diese oft schon kleine Blogposts (falls die Infos nicht schon in ansehnlichen Karussell-Posts verpackt sind). Die Caption ist auch wirklich ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Instagram-Marketing.

In diesen kleinen Text kannst du deine Follower mit wichtigen Infos und viel Mehrwert zu deinem Thema versorgen. So kannst du natürlich auch deine Expertise zeigen und Vertrauen zu den Leser*innen aufbauen.

Außerdem hast du die Möglichkeit Fragen zu stellen und deine Community mit einem sogenannten Call-to-Action zur Interaktion in den Kommentaren aufzufordern. Und wir alle wissen ja, Interaktion auf einem Social Media ist ja sowas wie die Quintessenz. Insgesamt hast du bei Instagram dafür 2.000 Zeichen zur Verfügung.

Die Pinbeschreibung auf Pinterest ist im Gegensatz dazu wesentlich kürzer. Dort hast du nur 500 Zeichen zur Verfügung. Vorrangig solltest du in der Pinbeschreibung den Blogartikel anteasern, der sich hinter der Ziel-URL verbirgt. Die Pinterest-Nutzer*innen dürfen neugierig gemacht und so zum Klicken angeregt werden.

Ein Call-to-Action, wie zum Beispiel: “Auf dem Blog findest du weitere Tipps.” sind dabei auf jeden Fall sinnvoll. Pinbeschreibungen (und auch der Pin-Titel) sind außerdem ein wichtiger Ort, an dem du deine Keywords unterbringen kannst – und auch solltest. Denn damit zeigst du Pinterest, für welche Themen dieser Pin interessant ist und in welchen Suchanfragen dieser Pin möglichst weit oben angezeigt werden soll.

6. Wie oft solltest du pinnen bzw. posten?

Das ist mal wieder ein Riesen Unterschied. Das wichtigste zuerst bleib bei beiden Plattformen konsequent dabei!

Aber während es bei Instagram auch mal OK ist, 2-3 mal in der Woche zu posten und dich eher mal kurz in der Story zu zeigen. Solltest du bei Pinterest mindestens 5x am Tag pinnen und das wirklich jeden Tag. Du benötigst hier einfach das richtige Planungstool – wie bspw. Tailwind.

Dort legst du in deinem Schedule einmal die Zeiten an, zu denen gepinnt werden soll. Danach kannst du ganz entspannt deine Pins vorplanen. Und das sogar für mehrere Wochen ohne jeden Tag einen Blick in deinen Account zu werfen. Auch die Anzahl der Pins ist überhaupt kein Problem, wenn du den richtigen Workflow hast und weißt, wie es funktioniert. 

Was übrigens bei Pinterest auch wegfällt, was für ein erfolgreiches Instagram Marketing wirklich ausschlaggebend ist: Das Community-Management. Die Interaktion auf der Plattform mit deiner Community, Kommentare, Likes und Co.

7. Pinterest Marketingziele vs. Instagram Marketingziele

Beide Plattformen können dir unglaublich viel geben und dadurch kannst du auch viel erreichen. Ich erkläre dir wie.

Instagram ist ein Social-Media-Kanal. Dementsprechend steht hier der Austausch mit deiner Community im Vordergrund. Mit Instagram kannst du eine Bindung zu deinen Followern aufbauen. Dies ist natürlich ausschlaggebend dafür, dass jemand deine Produkte kauft. Vor allem dann, wenn du als Coach oder Dienstleister deine Angebote anbietest. Denn dann stehst du als Person im Vordergrund und arbeitest eng mit deinen Kunden zusammen. 

Du erfährst, was Fragen, Bedürfnisse oder Wünsche sind und kannst diese aufgreifen. Hierdurch kannst du ihre Probleme mit deinen Postings sowie natürlich mit deinen Angeboten lösen. Auf Instagram ist es auch gar nicht unüblich, die Follower auf deinem Weg mitzunehmen. 

Pinterest funktioniert da anders. Von Haus aus ist Pinterest eine visuelle Suchmaschine, die ihre Nutzer mit neuen Ideen, Inspiration und Lösungen für ihre Probleme versorgt. Der Weg des/der Pinterest Nutzers/Nutzerin ist meist so, dass sie einen Begriff in die Suchleiste eingeben, ihnen werden Pins angezeigt, die sie sich zum einen auf ihren Pinnwänden merken, aber nicht nur das, sie klicken diese Pins auch an, um dann auf die Website dahinter zu gelangen. Weil sie sich für den Artikel interessieren, weil sie sich das Produkt näher anschauen wollen oder das Rezept nachkochen möchten.

Anders als bei Instagram geht es also beim diesem Marketing darum, die Nutzer auf deine Website zu bekommen, also den Traffic auf deine Website zu erhöhen. Und einmal dort angekommen ist der Weg oder die Customer Journey noch nicht vorbei. Du kannst mit Pinterest auch gezielt deine E-Mail-Liste füllen, deine Angebote vermarkten und die Nutzer so zu Kunden machen.

Fazit zum Vergleich der Marketing Plattformen:

Es gibt natürlich ein paar Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Meiner Meinung nach sollte man beide Plattformen nutzen. Sowohl Pinterest als auch Instagram.
Sie stehen für unterschiedliche Ziele und deshalb solltest du sie auch beide nutzen.

Was ist dein Ziel mit diesen Online Marketing Plattformen?

Pinterest

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