Nachdem im letzten Blogbeitrag die Frage im Fokus stand, ob Pinterest Follower überhaupt wichtig sind, schauen wir uns heute an, wie du langfristig mehr relevante Pinterest Follower gewinnen kannst und welche Strategien 2026 tatsächlich noch sinnvoll sind.
Pinterest hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Viele ältere Strategien konzentrierten sich stark auf Gruppenboards, massenhaftes Repinnen, Follow for Follow oder möglichst hohe Aktivität. Heute ist Pinterest stärker als visuelle Such und Discovery Plattform aufgebaut. Nutzerinnen entdecken Inhalte über Suchanfragen, Empfehlungen, Boards und ihren Homefeed. Dieser Homefeed enthält sowohl Pins von Accounts und Boards, denen sie folgen, als auch Inhalte, die Pinterest auf Basis früherer Suchanfragen, gespeicherter Pins und Interaktionen empfiehlt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Follower bedeutungslos geworden sind. Pinterest bestätigt weiterhin, dass Inhalte von gefolgten Accounts und Boards im Homefeed auftauchen können. Wer dir folgt, signalisiert der Plattform außerdem ein dauerhaftes Interesse an deinen Themen.
Trotzdem würde ich Pinterest Follower niemals als wichtigste Erfolgskennzahl betrachten. Ein Account mit 2.000 relevanten Followern, der regelmäßig Website Traffic erzeugt, kann für dein Business wesentlich wertvoller sein als ein Account mit 50.000 Followern, dessen Pins kaum angeklickt werden.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Wie bekomme ich möglichst viele Pinterest Follower?
Sondern:
Wie erreiche ich Menschen, die sich dauerhaft für meine Inhalte interessieren und mit meinem Business relevant sind?
Genau darum geht es in diesem Artikel.
Warum Pinterest Follower weiterhin wertvoll sind
Pinterest Follower funktionieren anders als Follower auf klassischen Social Media Plattformen. Dein gesamter Erfolg hängt nicht davon ab, wie groß deine bestehende Community ist, weil Pinterest Inhalte auch an Menschen empfiehlt, die deinem Account bisher überhaupt nicht folgen. Das ist einer der Gründe, warum selbst kleinere Accounts mit einzelnen Pins eine hohe Sichtbarkeit erreichen können.
Gleichzeitig haben Follower einen strategischen Vorteil: Wer deinem Account oder einem deiner Boards folgt, kann deine gespeicherten Inhalte im eigenen Homefeed sehen. Pinterest beschreibt den Homefeed ausdrücklich als Mischung aus empfohlenen Pins und Inhalten von Personen, Themen und Boards, denen Nutzerinnen folgen.
Für dein Marketing bedeutet das, dass ein Follower nicht nur eine Zahl in deinem Profil ist. Im besten Fall entsteht ein wiederkehrender Kontaktpunkt. Die Person entdeckt einen ersten Pin von dir, folgt anschließend deinem Account, sieht später einen weiteren Inhalt und besucht irgendwann deine Website. Vielleicht liest sie dort einen Blogartikel, lädt ein Freebie herunter oder entdeckt dein Angebot.
Genau deshalb können Follower Vertrauen und Wiedererkennung unterstützen.
Sie ersetzen aber weder Pinterest SEO noch relevante Inhalte.
Pinterest Follower gewinnen beginnt mit deiner Zielgruppe
Bevor du neue Pins erstellst, solltest du wissen, wen du überhaupt erreichen möchtest.
Ein Pinterest Profil, das gleichzeitig Rezepte, Yoga, Einrichtung, Business Tipps, Reiseinspiration und Mode behandelt, kann für einen privaten Account wunderbar funktionieren. Für ein Business wird es dadurch jedoch schwieriger, eine klare Erwartung aufzubauen.
Eine Nutzerin entscheidet innerhalb kurzer Zeit, ob sie deinem Profil folgen möchte. Sie sollte deshalb möglichst schnell verstehen:
Welche Themen behandelst du?
Für wen sind deine Inhalte gedacht?
Was bekommt sie, wenn sie dir folgt?
Welche Probleme löst dein Content?
Genau deshalb beginnt Pinterest Wachstum nicht mit dem Design eines Pins, sondern mit deiner Positionierung.
Statt deine Zielgruppe nur demografisch zu beschreiben, würde ich vor allem analysieren, wonach diese Menschen auf Pinterest suchen. Welche Fragen beschäftigen sie? Welche Inhalte speichern sie für später? Welche Probleme möchten sie lösen? Welche saisonalen Themen interessieren sie?
Eine Yogalehrerin könnte beispielsweise Menschen erreichen, die nach:
Yoga für Anfänger
Yoga gegen Rückenschmerzen
Morgenroutine Yoga
Yin Yoga
Yoga in den Wechseljahren
suchen.
Ein Account für Online Marketing könnte dagegen Themen wie:
Pinterest Marketing
Pinterest SEO
Blog Marketing
Content Strategie
Website Traffic
abdecken.
Je klarer diese thematische Struktur ist, desto leichter fällt es dir anschließend, passende Boards, Pins und Blogartikel zu entwickeln.
1. Optimiere dein Pinterest Profil, bevor du mehr Reichweite erzeugst
Bevor du aktiv versuchst, mehr Menschen auf dein Profil zu bringen, sollte dein Account verständlich aufgebaut sein.
Stell dir vor, ein Pin von dir erreicht 50.000 Menschen und einige davon klicken anschließend auf dein Profil. Wenn dort nicht klar wird, wofür du stehst, verschenkst du einen Teil dieser Aufmerksamkeit.
Deine Profilbeschreibung sollte deshalb möglichst eindeutig erklären, welche Inhalte Nutzerinnen bei dir finden. Deine Boards sollten zu deiner Positionierung passen und deine wichtigsten Themen abbilden. Ein Business Account ist ebenfalls sinnvoll, weil du dadurch Zugriff auf Pinterest Analytics erhältst und nachvollziehen kannst, welche Inhalte tatsächlich funktionieren. Pinterest stellt Business Accounts kostenlos zur Verfügung und ermöglicht darüber unter anderem Analytics für Pins und den gesamten Account.
Ein Account zum Thema Pinterest Marketing könnte beispielsweise Boards enthalten wie:
Pinterest Marketing
Pinterest SEO
Pinterest für Blogger
Pinterest Content Strategie
Pinterest Pins erstellen
Content Marketing
Online Sichtbarkeit
Damit entsteht ein thematisch geschlossenes Profil. Eine Nutzerin, die einen deiner Pinterest SEO Pins entdeckt, findet auf deinem Account direkt weitere relevante Inhalte und hat dadurch einen stärkeren Grund, dir zu folgen.
2. Nutze Pinterest SEO, um von den richtigen Menschen gefunden zu werden
Wenn du Pinterest Follower gewinnen möchtest, musst du zunächst neue Menschen erreichen.
Genau deshalb ist Pinterest SEO so wichtig.
Pinterest empfiehlt Unternehmen und Creatorinnen selbst, relevante Keywords in Titeln und Beschreibungen zu verwenden, damit Inhalte besser zu passenden Suchanfragen und Interessen zugeordnet werden können. Auch Pinterest Fallstudien zeigen, dass Creator gezielt relevante Keywords in Pin Titeln und Beschreibungen einsetzen, um ihre Inhalte auffindbarer zu machen.
Wichtig ist allerdings, Pinterest SEO nicht als Keyword Stuffing zu verstehen.
Du musst nicht schreiben:
„Pinterest Marketing Pinterest SEO Pinterest Reichweite Pinterest Tipps Pinterest Follower“
sondern einen natürlichen Satz wie:
„Du möchtest mehr Pinterest Follower gewinnen und gleichzeitig deinen Website Traffic erhöhen? In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Pinterest SEO, Boards und Pin Designs strategisch optimierst.“
Pinterest bekommt dadurch ausreichend Kontext und der Text bleibt für Menschen verständlich.
Baue thematische Keyword Cluster auf
Statt jeden Pin vollkommen unabhängig zu planen, würde ich rund um deine Kernthemen verschiedene Suchintentionen entwickeln.
Nehmen wir das Thema:
Pinterest Marketing
Daraus entstehen beispielsweise:
Pinterest SEO
Pinterest Reichweite
Pinterest Follower
Pinterest Analytics
Pinterest Traffic
Pinterest Pins erstellen
Pinterest Business Account
Pinterest Strategie
Diese Themen hängen logisch zusammen.
Dadurch entsteht mit der Zeit eine große Content Bibliothek rund um einen klaren Schwerpunkt. Und genau das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nutzerin nicht nur einen einzelnen Pin interessant findet, sondern erkennt:
Dieser Account behandelt genau die Themen, die mich interessieren.
Dann wird aus Reichweite eher ein Follower.
3. Erstelle mehrere Pin Varianten für deine besten Inhalte
Du musst nicht für jeden neuen Pin einen komplett neuen Blogartikel erstellen.
Im Gegenteil: Ein guter Blogartikel kann die Grundlage für viele verschiedene Pinterest Pins sein.
Angenommen, du veröffentlichst einen ausführlichen Beitrag:
Pinterest Profil optimieren: 9 Schritte für mehr Sichtbarkeit
Daraus könnten Pins entstehen wie:
Pinterest Profil optimieren: 9 Schritte
Pinterest Bio richtig schreiben
7 Fehler in deinem Pinterest Profil
Pinterest Boards strategisch aufbauen
Pinterest Business Account richtig einrichten
Jeder Pin greift einen anderen Einstieg in das gleiche Kernthema auf.
So kannst du verschiedene Überschriften, Bilder und Suchintentionen testen, ohne ständig neue Langform Inhalte produzieren zu müssen.
Wichtig ist dabei: Mehr Varianten sind nicht automatisch besser. Erstelle nicht zwanzig nahezu identische Pins, nur um möglichst viel Content hochzuladen. Jede Variante sollte einen nachvollziehbaren Unterschied haben, beispielsweise eine andere Suchintention oder einen anderen visuellen Einstieg.
Über Pinterest Analytics kannst du anschließend prüfen, welche Varianten tatsächlich Resonanz erzeugen. Pinterest Analytics zeigt dir die Performance deiner organischen und bezahlten Inhalte und kann dir dabei helfen, künftige Inhalte auf Basis echter Daten zu optimieren.
4. Entwickle Pins, denen man folgen möchte
Ein Pin kann sehr viele Impressionen erzielen und trotzdem kaum neue Follower bringen.
Warum?
Weil ein einzelner hilfreicher Inhalt noch nicht automatisch vermittelt, dass der gesamte Account relevant ist.
Deshalb solltest du nicht nur einzelne virale Pins entwickeln, sondern wiedererkennbare Themenwelten schaffen.
Wenn eine Nutzerin heute einen Pin zu Pinterest SEO von dir sieht, morgen einen Pin zu Blog Marketing und nächste Woche einen zum Thema Content Recycling, entsteht ein klareres Bild davon, wofür dein Account steht.
Wiedererkennung kann dabei auch visuell unterstützt werden.
Du brauchst dafür kein vollkommen starres Design. Trotzdem helfen wiederkehrende Elemente wie:
eine ähnliche Typografie
bestimmte Layouts
eine konsistente Bildsprache
dein Logo oder deine URL
klare Überschriften
So wird dein Content mit der Zeit schneller deiner Marke zugeordnet.
Klickstarke Überschriften bleiben wichtig
Pinterest Nutzerinnen sehen viele verschiedene Inhalte nebeneinander. Dein Pin sollte deshalb schnell vermitteln, warum er relevant ist.
Statt:
„Das musst du wissen“
besser:
„Pinterest SEO: 7 Fehler, die Reichweite kosten“
Statt:
„Meine besten Tipps“
besser:
„9 Strategien für mehr Pinterest Follower“
Statt:
„So mache ich es“
besser:
„Pinterest Content planen: Mein kompletter Workflow“
Klarheit schlägt auf Pinterest häufig künstliche Neugier.
5. Nutze saisonale Inhalte frühzeitig
Pinterest eignet sich besonders gut für saisonale Planung, weil Menschen dort häufig frühzeitig Ideen sammeln.
Pinterest weist auch in seinem aktuellen Marketing Moments Guide für 2026 darauf hin, dass saisonale Momente nicht erst am eigentlichen Ereignistag beginnen, sondern bereits dann, wenn Nutzerinnen mit der Planung starten. Pinterest empfiehlt deshalb, frühzeitig präsent zu sein.
Auch frühere Pinterest Daten zeigen, dass Nutzerinnen bei saisonalen Ereignissen oft Monate im Voraus recherchieren. Deshalb solltest du saisonalen Content nicht erst dann veröffentlichen, wenn das Thema bereits überall präsent ist.
Einige Beispiele:
Weihnachtsrezepte können bereits im Herbst relevant werden.
Neujahrsplanung beginnt häufig noch vor Januar.
Sommerreise Themen können Monate vor der eigentlichen Urlaubssaison gesucht werden.
Hochzeitsinspiration wird oft lange vor dem Hochzeitstermin gesammelt.
Business Planung für das neue Jahr beginnt nicht erst am 1. Januar.
Für einen Yoga oder Wellbeing Account könnten saisonale Themen beispielsweise sein:
Yoga im Advent
Yoga gegen Weihnachtsstress
Neujahrs Yoga Routine
Yoga im Frühling
Yoga für Läuferinnen im Sommer
Entspannung in der Ferienzeit
Wenn du relevante saisonale Inhalte frühzeitig veröffentlichst, können neue Nutzerinnen deinen Account genau dann entdecken, wenn ihr Interesse besonders hoch ist.
6. Nutze Pinterest Trends statt nur nach Gefühl zu planen
Neben saisonalen Klassikern kannst du Pinterest Trends nutzen, um herauszufinden, welche Themen gerade wachsen oder für deine eigene Zielgruppe relevant werden.
Pinterest Trends zeigt Business Accounts unter anderem aktuelle Suchtrends. Für ausreichend große Accounts können sogar Trends angezeigt werden, die speziell bei den engagierten Nutzerinnen und Followern des eigenen Accounts in den vergangenen 90 Tagen relevant waren. Diese Daten werden laut Pinterest täglich aktualisiert.
Das ist besonders wertvoll, weil du dadurch nicht nur auf allgemeine Plattformtrends reagieren musst.
Du kannst analysieren:
Welche Themen interessieren meine eigene Community?
Welche Suchbegriffe wachsen?
Welche Themen sind saisonal?
Welche verwandten Begriffe gibt es?
Dadurch wird dein Content Plan datenbasierter.
Du musst allerdings nicht jedem Trend hinterherlaufen.
Wenn ein Trend überhaupt nichts mit deiner Positionierung zu tun hat, wird er dir langfristig kaum die richtigen Follower bringen.
Das Ziel ist nicht:
Was ist gerade populär?
Sondern:
Welche populären oder wachsenden Themen passen sinnvoll zu meinem Business?
7. Verknüpfe Pinterest mit deiner Website
Einer der größten strategischen Vorteile von Pinterest besteht darin, dass deine Pins direkt auf deine eigenen Inhalte führen können.
Genau deshalb würde ich Pinterest Follower nie isoliert betrachten.
Eine neue Nutzerin entdeckt einen Pin.
Sie klickt auf deinen Blogartikel.
Dort liest sie weitere Inhalte.
Vielleicht lädt sie dein Freebie herunter.
Danach bekommt sie deinen Newsletter.
Später folgt sie dir zusätzlich auf Pinterest oder Instagram.
So entsteht eine Beziehung über mehrere Kontaktpunkte.
Wenn du eine eigene Website hast, solltest du diese außerdem mit deinem Pinterest Business Account verknüpfen beziehungsweise claimen. Pinterest ermöglicht dir dadurch unter anderem, Analytics für Pins zu sehen, die auf Inhalte deiner Website zurückgehen.
Auch auf deiner Website kannst du Pinterest integrieren. Pinterest bietet beispielsweise einen Follow Add On an, über den Besucherinnen deinem Account direkt folgen können. Pinterest beschreibt ausdrücklich, dass Personen, die dir darüber folgen, anschließend Inhalte, die du speicherst, in ihrem Homefeed sehen können.
Damit funktioniert die Verbindung in beide Richtungen:
Pinterest bringt Menschen auf deine Website.
Deine Website kann Menschen wiederum dazu bringen, dir auf Pinterest zu folgen.
8. Nutze Instagram und andere Kanäle, um Pinterest Follower aufzubauen
Du musst deine Pinterest Community nicht ausschließlich innerhalb von Pinterest aufbauen.
Wenn du bereits auf Instagram, LinkedIn, YouTube oder über deinen Newsletter eine Community hast, kannst du diese Menschen darauf aufmerksam machen, dass du zusätzliche Inhalte auf Pinterest veröffentlichst.
Pinterest bietet inzwischen sogar eine direkte Instagram Verbindung an. Wenn du dein Instagram Konto mit Pinterest verknüpfst, können Inhalte deinem Pinterest Account zugeordnet werden. Pinterest bietet dabei auch Cross Posting Funktionen für Instagram Inhalte.
Trotzdem würde ich nicht einfach schreiben:
„Folgt mir auch auf Pinterest.“
Gib den Menschen einen Grund.
Zum Beispiel:
„Auf Pinterest sammle ich alle meine Content Marketing Guides übersichtlich nach Themen.“
oder:
„Meine kompletten Yoga Routinen und Blogartikel findest du auch auf Pinterest zum Speichern.“
oder:
„Wenn du meine Rezepte gerne für später abspeicherst, findest du sie alle auf meinem Pinterest Profil.“
Der Mehrwert entscheidet.
Menschen brauchen keinen weiteren Kanal, dem sie aus Höflichkeit folgen sollen.
Sie folgen, wenn sie dort etwas bekommen, das für sie nützlich ist.
9. Analysiere nicht nur deine Followerzahl
Wenn du Pinterest Follower gewinnen möchtest, ist es verlockend, täglich auf die Followerzahl zu schauen.
Dabei sind andere Kennzahlen oft deutlich interessanter.
Pinterest Analytics zeigt dir, welche organischen und bezahlten Inhalte besonders gut funktionieren. Du kannst unter anderem einzelne Pin Statistiken analysieren und daraus ableiten, welche Inhalte Resonanz erzeugen.
Ich würde deshalb regelmäßig überprüfen:
Welche Pins bringen viele ausgehende Klicks?
Welche werden häufig gespeichert?
Welche Themen funktionieren wiederholt?
Welche Inhalte bringen neue Menschen auf die Website?
Welche Boards entwickeln sich gut?
Welche saisonalen Themen funktionieren?
Welche Pin Varianten schneiden besser ab?
Wenn du beispielsweise bemerkst, dass Pins zum Thema „Pinterest SEO“ besonders gut funktionieren, ist die Antwort nicht zwingend:
„Ich brauche mehr komplett neue Themen.“
Vielleicht solltest du zunächst mehr hochwertigen Content rund um Pinterest SEO entwickeln.
So wächst dein Profil thematisch in die Richtung, für die bereits Interesse vorhanden ist.
Musst du täglich pinnen, um Pinterest Follower zu gewinnen?
Nein.
Diesen Satz würde ich aus vielen älteren Pinterest Beiträgen ausdrücklich streichen:
„Pinterest bevorzugt Accounts, die jeden Tag pinnen.“
Pinterest empfiehlt relevante, hochwertige Inhalte, Keywords und eine kontinuierliche Content Strategie, nennt aber keine allgemeine Regel, nach der tägliches Pinnen automatisch mehr Reichweite erzeugt. Pinterest Analytics soll vielmehr dazu genutzt werden, zu verstehen, welche Inhalte tatsächlich Resonanz erzeugen und den Content entsprechend anzupassen.
Natürlich ist ein gewisses Maß an Aktivität sinnvoll.
Ein Account, der monatelang keine neuen Inhalte veröffentlicht, hat weniger Chancen, kontinuierlich neue Touchpoints zu schaffen.
Aber du brauchst keinen Veröffentlichungsrhythmus, der dein gesamtes Marketing bestimmt.
Lieber entwickelst du einen Workflow, den du dauerhaft umsetzen kannst.
Vielleicht veröffentlichst du:
drei neue Pins pro Woche
oder fünf
oder in manchen Phasen mehr.
Wichtig ist, dass die Inhalte relevant bleiben und zu deinem Business passen.
Brauchst du 2026 noch Gruppenboards?
Gruppenboards existieren weiterhin. Pinterest beschreibt sie heute vor allem als Möglichkeit, gemeinsam mit anderen Personen Pins und Ideen in einem Board zu organisieren. Nutzerinnen können andere Personen einladen und kollaborativ Inhalte sammeln.
Ich würde Gruppenboards allerdings nicht mehr als zentrale Follower oder Reichweitenstrategie betrachten.
Früher lautete ein häufiger Tipp:
„Tritt möglichst vielen großen Gruppenboards bei und teile dort deine Pins.“
Für eine moderne Pinterest Strategie würde ich stärker auf deine eigenen Boards, relevante Suchbegriffe und hochwertige Inhalte setzen.
Ein Gruppenboard kann sinnvoll sein, wenn eine echte Zusammenarbeit dahintersteht.
Zum Beispiel:
mehrere Yogalehrerinnen entwickeln ein gemeinsames Board zu Yoga Übungen
ein Event Team sammelt Inspirationen
mehrere Creator arbeiten an einer Kampagne
Dann erfüllt das Board eine nachvollziehbare Funktion.
Es sollte aber kein künstlicher Growth Hack sein.
Video Pins: sinnvoll, aber nicht automatisch besser
Auch beim Thema Video würde ich vorsichtig mit pauschalen Aussagen sein.
Pinterest unterstützt verschiedene Formate und Videos können natürlich zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass Pinterest grundsätzlich jede bewegte Grafik oder jeden Video Pin automatisch gegenüber statischen Pins bevorzugt.
Entscheidend ist das Thema.
Eine Yoga Sequenz lässt sich möglicherweise sehr gut als Video darstellen.
Ein Pinterest SEO Guide funktioniert vielleicht deutlich besser als klare statische Infografik.
Ein Rezept kann mit Video und statischen Pins funktionieren.
Teste deshalb verschiedene Formate und nutze deine Analytics, statt deine komplette Strategie auf die Annahme zu bauen, dass „Video gerade gepusht wird“.
Pinterest selbst stellt Analytics genau dafür zur Verfügung: um zu erkennen, welche Inhalte bei der eigenen Zielgruppe funktionieren.
Tailwind und Planungstools: Brauchst du sie noch?
Planungstools können deinen Workflow erleichtern, sie sind aber keine Voraussetzung für Pinterest Wachstum.
Früher war Tailwind ein zentraler Bestandteil vieler Pinterest Strategien, weil darüber große Mengen an Pins automatisiert geplant und verteilt wurden.
Heute würde ich anders denken.
Zuerst brauchst du:
relevante Themen
gute Zielseiten
Pinterest SEO
klare Designs
einen Content Prozess
Erst danach stellt sich die Frage, welches Tool dir die Umsetzung erleichtert.
Wenn du direkt über Pinterest ausreichend planen kannst, ist das vollkommen in Ordnung.
Wenn Tailwind oder ein anderes Tool dir mehrere Stunden Arbeit pro Monat spart, kann es sinnvoll sein.
Das Tool selbst erzeugt aber keine relevante Community.
Pinterest Follower kaufen oder Follow for Follow nutzen?
Nein.
Eine hohe Followerzahl bringt dir wenig, wenn die Menschen überhaupt kein Interesse an deinen Inhalten haben.
Follow for Follow produziert genau dieses Problem.
Du folgst einer Person nur, damit sie dir zurückfolgt.
Vielleicht interessiert sie sich überhaupt nicht für dein Business.
Anschließend hast du eine größere Zahl im Profil, aber keine relevantere Community.
Das Gleiche gilt für gekaufte Follower.
Dein Ziel sollte immer sein:
Menschen folgen dir, weil sie mehr von deinen Inhalten sehen möchten.
Alles andere verbessert hauptsächlich eine oberflächliche Kennzahl.
Häufige Fehler beim Pinterest Follower gewinnen
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, Pinterest Wachstum mit möglichst viel Aktivität gleichzusetzen. Mehr Pins, mehr Boards und mehr Follower bedeuten nicht automatisch mehr relevante Sichtbarkeit. Wenn dein Account thematisch unklar ist oder deine Pins auf Inhalte führen, die nicht zum Versprechen passen, löst auch eine höhere Frequenz das Problem nicht.
Ein weiterer Fehler ist fehlendes Pinterest SEO. Pinterest selbst empfiehlt relevante Keywords in Titeln und Beschreibungen, um die Auffindbarkeit zu unterstützen. Trotzdem sollten Keywords immer natürlich eingesetzt werden. Eine Beschreibung, die ausschließlich aus Suchbegriffen besteht, hilft weder deiner Zielgruppe noch deiner Markenwirkung.
Auch der ausschließliche Fokus auf Follower ist problematisch. Pinterest ist eine Discovery Plattform, auf der Inhalte unabhängig von deiner bestehenden Followerschaft empfohlen werden können. Deshalb können Website Klicks, Saves und relevante Interaktionen für dein Business wichtiger sein als die reine Followerzahl.
Der letzte große Fehler ist fehlende Geduld. Pinterest ist kein Kanal, den ich zwei Wochen testen und anschließend anhand einiger weniger Pins bewerten würde. Gerade saisonale Inhalte zeigen, dass Planung auf Pinterest früh beginnen kann und Content über längere Zeiträume strategisch aufgebaut werden sollte.
Fazit: Die richtigen Pinterest Follower sind wichtiger als möglichst viele
Wenn du Pinterest Follower gewinnen möchtest, brauchst du 2026 keine Growth Hacks, Follow for Follow Strategien oder eine künstlich hohe Posting Frequenz. Pinterest funktioniert heute stark über Discovery und Suchintention. Gleichzeitig bleiben Follower relevant, weil Pinterest Inhalte gefolgter Accounts und Boards im Homefeed anzeigen kann.
Genau deshalb solltest du beide Ebenen miteinander verbinden. Deine Pins müssen zunächst Menschen erreichen, die dich noch nicht kennen. Dafür brauchst du relevante Themen, Pinterest SEO und Inhalte, die konkrete Suchintentionen aufgreifen.
Dein Profil muss anschließend einen Grund liefern, dir zu folgen. Dafür brauchst du eine klare Positionierung, relevante Boards und eine Content Struktur, bei der sofort erkennbar ist, welche Themen du langfristig behandelst. Und schließlich sollte Pinterest nicht auf der Followerzahl enden.
Der eigentliche Wert entsteht, wenn Menschen deine Inhalte speichern, auf deine Website klicken, deinen Newsletter abonnieren, deinen Blog lesen oder später deine Angebote entdecken. So wird aus einem Pinterest Follower ein echter Kontaktpunkt innerhalb deiner gesamten Omnipräsenz Strategie.
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Häufige Fragen zu Pinterest Followern (FAQ)
Sind Pinterest Follower überhaupt wichtig?
Pinterest Follower sind nicht der wichtigste Erfolgsfaktor auf Pinterest – aber sie können trotzdem wertvoll sein.
Pinterest funktioniert primär als Suchmaschine. Das bedeutet, dass Reichweite oft über Keywords, SEO und den Smart Feed entsteht und nicht nur über Follower. Trotzdem haben Follower einen entscheidenden Vorteil: Sie sehen deine Inhalte häufiger und regelmäßiger in ihrem Feed.
Wenn jemand deinen Pin entdeckt, dir aber nicht folgt, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass diese Person zukünftige Inhalte von dir erneut sieht. Follower helfen deshalb dabei, langfristig Sichtbarkeit, Vertrauen und wiederkehrenden Traffic aufzubauen.
Wie bekomme ich mehr Pinterest Follower?
Mehr Pinterest Follower entstehen selten über eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist meist eine Kombination aus:
klarer Zielgruppenansprache
konsistentem Content
SEO-Optimierung
hochwertigen Pins
einem strategisch aufgebauten Profil
Besonders wichtig ist dabei, dass dein Profil sofort erkennen lässt, für wen deine Inhalte gedacht sind und welchen Mehrwert Nutzer:innen dort finden.
Wie wichtig ist die Zielgruppe auf Pinterest?
Die Zielgruppe ist einer der wichtigsten Faktoren für nachhaltiges Wachstum auf Pinterest.
Wenn du genau weißt, wen du ansprechen möchtest, kannst du:
passendere Boards erstellen
relevantere Keywords nutzen
bessere Pin-Designs entwickeln
Inhalte strategischer planen
Dadurch steigt nicht nur die Reichweite, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer:innen deinem Profil folgen.
Wie oft sollte ich auf Pinterest posten?
Pinterest bevorzugt Regelmäßigkeit und Konsistenz.
Es ist meist sinnvoller, regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen, als einmal im Monat sehr viele Pins gleichzeitig hochzuladen. Viele Accounts profitieren davon, täglich oder zumindest mehrmals pro Woche aktiv zu sein.
Wichtig ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität und Relevanz der Inhalte.
